Dievenow und Kolberg

Die Polen mögen mir verzeihen, ich kann die Orte nicht auf polnisch schreiben, geschweige aussprechen. Daher gehe ich mit der Seekarten unter dem Arm ins Hafenbüro. Zeigen geht immer. In Polen wollen die Hafenmeister wissen woher du kommst und welchen Hafen als nächstes angesteuert wird. Ich interpretiere es einmal als Sorgfaltspflicht.

Von Wollin dem dritten Mündungsarm der Oder folgend und nachdem die Irritationen zur Brückenöffnungszeiten und Rufnummern der Brückenwärter ausgeräumt waren, kam ich in die Marina Dievenow an. Der von mir informierte NV-Verlag hat sofort reagiert und eine Berichtigung gesendet. TOPP.
Der Hafenbesitzer scheint Kasse zu machen. Obwohl 12€ für mich annehmbar sind.

 Ansonsten ist der Ort ein Badeort, also noch nichts los. Südlich liegt eine Tankstelle und ein „Marienkäfer“-Supermarkt. Zur Promenade ist es nicht weit. Auch hier hat die EU ganze Arbeit geleistet.

Die Hafeneinfahrt von Kolberg ist nicht ohne für eine 806. Ich war bei 15Kn ablandigem Wind und kleiner Welle über 5 Stunden einen gewissen Rhythmus gewöhnt, der mich ermutigt, vor der Hafeneinfahrt die Segel zu bergen. Das wurde zum Ritt auf den chaotischen Wellen. Die hier mündende Parseta hat schon ziemliche Strömung und mein 5 PS AB hatte viel zu tun, um ins Hafenbecken zu kommen. Die letzte Marina von der Ostsee kommend ist der Tipp von mir. Nagelneu, die nächste zur City, hinter dem Fußballplatz ein Lidl, netter Hafenmeister, tolle Sanitäranlagen. Aber man sollte Zlotys als Münzen haben für die Automaten Dusche und Strom.
Aber ist schon etwas anders hier. Industrie, Plattenbauten, Eisenbahn (fährt aber sehr selten), Möwenkolonie, und der Müll sammelt sich im hinteren Hafenbecken. Die Stadt ist Ansichtssache vom Blickwinkel des Betrachters. Kurort und Industrie ist eine merkwürdige Mischung, die überall den Kontrast deutlich werden lässt.

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